Die Friedrich-Ebert-Stiftung lud alle interessierten Bewohner der Notunterkunft Wilmersdorf zu einer Begegnungs-Veranstaltung in den Festsaal des ehemaligen Rathauses ein.

Zum Konzert des Berliner Begegnungschores wurde auch eine Podiumsdiskussion darüber geführt, wie ein Miteinander gelingen kann. Was können Kunst und Kultur für die Integration von geflüchteten Menschen in unsere Gesellschaft bewirken – was sind die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen? Welche Möglichkeiten der Begegnung ergeben sich insbesondere im Bereich der Musik?

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Es wurde ausgelassen zur Musik des Begegnungschores getanzt.
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Kein Platz blieb leer

Zum Auftakt wurden zahlreiche Bewohner, Mitarbeiter, Helfer und Gäste von Franziska Richter vom Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung begrüßt. Es erklang ein gemeinsames Singen des Begegnungschors und der Sängerin Jamila Al-Yousef. Bald darauf begannen einige Bewohner, ausgelassen zu tanzen und baten auch die Besucher und Chormitglieder zum Tanz.

Beiderseitiges Ankommen im Alltag

Zwischen den Liedern führten Philipp Bertram, Leiter der Stabsstelle Integration und Ehrenamt der ASB-Notunterkunft Wilmersdorf und Frank Jahnke, Vorsitzender des Ausschusses für kulturelle Angelegenheiten im Abgeordnetenhaus, Gespräche. Die Moderation übernahm Tina Mendelsohn von 3 sat Kulturzeit. Die Bewohner der Notunterkunft wurden von Dolmetschern auf Arabisch, Farsi, Russisch und Urdu übersetzt.

Thematisiert wurden Konzepte und Strategien zur Aufnahme und Integration von geflüchteten Menschen und mögliche Hilfen beim „beiderseitigem Ankommen im Alltag“: Sowohl für die Geflüchteten, die sich neu zurecht finden müssen, als auch für die Bürger, die sich mit den konkreten Veränderungen ihres eigenen Lebensumfeldes auseinander zu setzen haben.

Wir alle sind eine Gemeinschaft

Bertram sagte: “Ich lade Sie dazu ein, sich gegenseitig zu treffen und kennenzulernen. Besuchen Sie die Flüchtlingsunterkünfte in Ihrer Nachbarschaft und finden Sie heraus, was wir voneinander erwarten oder auch lernen können.” Alseem Moussah, Bewohner und Schriftsteller aus Syrien, bekam viel Applaus für seine Worte: “Ich hoffe, dass die Musik immer lauter sein wird, als der Krieg!” Und eine Besucherin meinte: “Ich habe diesen Festsaal noch als Tagungssaal des Parlaments geleitet. Das Rathaus Wilmersdorf nun als Unterkunft für Geflüchtete zu nutzen und in diesem Saal zu Musik zu tanzen und zu feiern, ist das Beste, was man damit machen kann!”

Dank an alle Beteiligten 

Einen geselligen Ausklang fand die Veranstaltung bei einem Buffet. Für viele der teilnehmenden Bewohner die erste Mahlzeit des Tages: Viele Muslime fasten derzeit anlässlich Ramadan und essen und trinken erst nach Sonnenuntergang.

Vielen Dank an alle ehrenamtlichen Helfer für die tatkräftige Unterstützung bei dieser Veranstaltung!

 

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Ankommen im Alltag – Begegnung und Integration durch Musik
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