Im Hof der Notunterkunft Wilmersdorf grünt es nun. Die Grüne Liga Berlin e.V. – ein Netzwerk ökologischer Bewegungen – startete hier das Projekt „Zusammen wachsen – Gärtnern als Beitrag zur Integration“.

Die Hochbeete wurden innerhalb von zwei Stunden im Rahmen einer Aktion der Grünen Liga auf dem Hof der Notunterkunft aufgebaut und zusammen mit den Bewohnern bepflanzt. Christian Gaebler, Staatssekretär für Verkehr und Umwelt in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, packte kräftig mit an.

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Andrang am ersten Hochbeet. Kinder der Unterkunft halfen besonders fleißig mit.
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Annegret Hansen, stellvertretende Bezirksvorsteherin im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, brachte auch Blumen mit: „Sie sollen hier wachsen und gedeihen. Ich freue mich über dieses großartige Projekt. Wir sind immer wieder beeindruckt von den Entwicklungen im ehemaligen Rathaus – der Bezirk ist sehr stolz auf diese vorzeigbare Unterkunft!“

Im Innenhof des Heims ist das Grün sehr willkommen. Die Hochbeete bieten den Bewohnern in Zukunft Möglichkeiten, gemeinsam zu gärtnern. Die Projektleiterin der Grünen Liga, Ines Fischer, erklärte: „Hier gab es bisher weder Bäume noch Blumen, keine gemütlichen Ecken zum Erzählen und zum Ausruhen. Das wollen wir ändern!“ Durch die Anlage eines Gartens will die Grüne Liga Berlin den Hof nicht nur verschönern. Schatten spendende Bäume und Sträucher in Kübeln, Paprika und Blumen in Hochbeeten sollen die Natur in den grauen Hof bringen und Raum für Begegnung schaffen.

Ulrich Nowikow, stellvertretender Geschäftsführer Grüne Liga Berlin erklärt den Hintergrund des Projektes: „Neben den positiven Effekten für das Stadtklima schafft gemeinschaftliches Gärtnern Brücken zwischen den Menschen. Durch das gemeinsame Bauen und Pflanzen verschwinden Berührungsängste und Vorurteile. Mit dem Gartenprojekt will die Grüne Liga Berlin auch in Flüchtlingsunterkünften unterstützen und motivieren, sich in Gartenprojekten zu engagieren.“

Philipp Bertram, Leiter Stabsstelle für Integration und Ehrenamt in der Unterkunft: „Die Bewohner waren sofort überzeugt von der Idee eines Gartens im Innenhof als Begegnungsstätte. Wir haben bereits eine Gartenprojekt AG mit 15 Bewohnern gegründet . Diese AG wird sicherlich noch größer werden und sich sorgfältig um die Pflanzen kümmern.“

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin durchgeführt und hat viele Unterstützer.

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Gemeinsames Gärtnern kann Brücken bauen
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