Am Donnerstag, den 17. November besuchten Franziska Hirschmann und Anna König, von der Bundesagentur für Arbeit (BA), die ASB-Notunterkunft Alt-Moabit. Der Arbeitsauftrag für den Tag: Die Qualifikationen der Bewohner in Einzelgesprächen erfassen und ihnen Tipps für die Jobsuche geben. 

Hirschmann erklärte den 20 interessierten Bewohnern, mit Hilfe von zwei Übersetzern, zunächst ihre rechtliche Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Sie machte zudem deutlich, dass jeder geflüchtete Mensch – unabhängig von seinem Aufenthaltsstatus – Anspruch auf eine Beratung und Vermittlung hat. Im Anschluss daran wurden die Bewohner der Reihe nach von den beiden BA-Mitarbeiterinnen interviewt. In den Einzelgesprächen fragten die Beraterinnen die Qualifikationen und die Biografie der Bewohner ab. In vielen Fällen leisten sie auch grundsätzliche Aufklärungsarbeit darüber, wie man seinen Beruf in Deutschland anerkennen lassen kann. “Viele geflüchtete Menschen sind mit den hohen Anforderungen der deutschen Behörden nicht vertraut”, sagte Hirschmann.

Ein wichtiger Schritt in Richtung Integration

Gerade geflüchtete Menschen, die aus einem „sicheren Land“ kommen, haben es besonders schwer einen Job zu finden. Denn da Sie nur für eine befristete Zeit in Deutschland bleiben dürfen gelten sie vielen Unternehmen als unattraktiv. Die Beraterinnen vermitteln den Bewohnern daher nicht nur Jobs und Deutschkurse, sondern beraten sie auch darüber, welche Möglichkeiten es gibt, einen Arbeitsvertrag zu bekommen, wenn man beispielsweise vorher freiwillig in sein Heimatland zurückkehrt. “Was die Bewohner aus unsere Beratung machen, verfolgen wir nicht weiter”, erklärt Hirschmann, “sie sind dann für ihre Teilnahme an Kursen und ihr Engagement selbst verantwortlich.”

Das Interesse der Bewohner an der Beratung war groß. Foto: ASB / J.Döhrmann
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Jobvermittlung in Alt-Moabit

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